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Weltsensation am Wiener AKH: Punktgenaue Stammzell-Therapie
Kooperation von Kardiologen und Chirurgen - Per 3D-Katheter
"Reparatur-Zellen" ohne Operation in Infarktareal injiziert
Weltsensation durch die Kooperation von Kardiologen und
Chirurgen an
den Universitätskliniken am Wiener AKH: Erstmals wurden einem
Patienten nach einem schweren Herzinfarkt von ihm selbst gewonnene
Stammzellen zur Regeneration des Herzens ohne chirurgischem Eingriff
per
3D-Katheter exakt in das kranke Muskelareal des Organs injiziert.
"Stammzellen aus dem Knochenmark sind auch beim
Erwachsenen mit der
Fähigkeit ausgestattet, neue Gefäß- und Herzmuskelzellen
zu bilden.
Experimentelle Ergebnisse der letzten Zeit legen nahe, dass die selektive
Injektion von Stammzellen in die Randzone eines Herzinfarkts zu einer
Regeneration des verloren gegangenen Herzmuskels führt", hieß
es in einer Erklärung der Direktion des Wiener AKH unter Univ.-Prof.
Dr. Reinhard Krepler. - Verantwortlich zeichnete Univ.-Prof. Dr. Gerald
Maurer, Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin
II (Kardiologie).
Das medizinisch "aufregende", gleichzeitig
mit wissenschaftlicher Akribie
durchgeführte Projekt: Im Oktober 2001 hat eine chirurgische
Arbeitsgruppe der Abteilung für Herz-Thoraxchirurgie um Dr. Alfred
Kocher,
Univ.- Prof Dr Margit Vögele-Kadletz und dem Leiter der Abteilung,
Univ.-Prof Dr. Ernst Wolner, bei einer Patientin nach Herzinfarkt im
Rahmen
einer Bypass-Operation selektiv Stammzellen in den Herzmuskel injiziert.
Die selbe Behandlung wurde an der Universitätsklinik
für Innere Medizin II
(Kardiolgie) bei einem Patienten ohne "großem Schnitt"
durchgeführt: einfach im Herzkatheter-Labor und mit optimaler
Zielgenauigkeit durch ein neu entwickeltes 3D-Verfahren.
Der genaue Ablauf des Eingriffs: Die Arbeitsgruppe von
der "Kardiologie"
unter Univ.- Prof Dr. Dietmar Glogar in Kooperation mit Dr. Markus Dettke
von der Klinischen Abteilung für Transfusionsmedizin (Vorstand:
Univ.-Prof.
Dr. Paul Höcker) und den Chirurgen verabreichten einem
57jährigen Patienten acht Wochen nach einem frischem Vorderwandinfarkt
eine
Injektion von Herz-Stammzellen direkt in die geschädigten
Herzkranzgefäß-Areale am Rande der Infarkt-Randzone. Diese
Zellen sollen zu
einem Einsprießen von neuen Blutgefäßen und zur Wiederherstellung
der
Pump-Aktivität des vom Infarkt betroffenen Herzareals führen.
Der Eingriff erfolgte vergleichbar zu einer Herzkatheter-Untersuchung
bzw. -Therapie ohne generelle Narkose. Bei der ersten Patientin, die
eine Stammzell-Therapie mit der in Wien entwickelten Methode erhielt,
war noch eine chirurgische Bypass-Operation mit einem "großen
Schnitt" mit der Stammzell-Behandlung kombiniert worden.
Revolutionär ist dieses Mal - nachdem schon die
Identifizierung geeigneter
Herz-Stammzellen durch Dr. Alfred Kocher von der Abteilung für
Herz-Thorax-Chirurgie am Wiener AKH (Abteilungschef: Univ.-Prof. Dr.
Ernst
Wolner) im Jahr 2001 samt der Operation in der internationalen
Fachwelt für Schlagzeilen gesorgt hatte - die dreidimensional punktgenaue
Identifikation des Ziel- und Anwendungsortes für die vom Patienten
kurz vor
dem Eingriff gewonnenen Stammzellen mit dem Oberflächenmerkmal
"CD34
bright/CD117"
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